Ein paar Worte über Dich:
Ich bin 58 Jahre alt und Mutter von Zwillingen. Ich habe technische Betriebswirtschaft an der HAW in Hamburg studiert und jüngst einen Master of Arts in Nachhaltiger Unternehmensführung absolviert. Langjährige Führungserfahrung sammelte ich in der Maschinenbaubranche. Mich interessieren vor allem Organisationsentwicklung, Changemanagement, kurz: Struktur und Kultur in Organisationen zu bringen, das ist meine Stärke. Des Weiteren liegt mir die sozial-ökologische Transformation sehr am Herzen.
Was hat Dich dazu bewogen Teil des Gröninger Hofs zu werden und Dich für die Position des Vorstands zu bewerben?
Der Gröninger Hof ist ein solidarisch und sozial orientiertes Projekt mit dem wichtigen Blick auf die ökologischen Aspekte. Ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft, an dem ich gerne mitwirken möchte! Leuchtturmprojekte bringen in der Regel Veränderungen mit sich und Veränderungen in eine lebenswerte Zukunft zu gestalten macht mir Spaß und gibt mir Sinn.
Welche Herausforderungen verknüpfst Du mit der Rolle als Vorständin?
Die größte Herausforderung liegt in der Umsetzung eines Projektes in dieser Größenordnung. Dieser Herausforderung begegne ich mit großem Respekt. Ein geschäftsführender Vorstand hat die Aufgabe, die Genossenschaft zu führen und zu managen. Dazu gehören nicht nur Strukturen und Prozesse, sondern vor allem auch eine wertschätzende Begleitung der Mitarbeitenden und der vielen Ehrenamtlichen, ohne die die Genossenschaft Gröninger Hof niemals an dem Punkte wäre, wo sie jetzt steht. Den vielen neuen Themen, wie beispielsweise Stadtentwicklung oder Wohnungswirtschaft begegne ich mit Freude und Neugier.
Was bedeutet das für Dich: Genossenschaftlichkeit?
Genossenschaft bedeutet für mich der Zusammenschluss von Menschen, die gemeinsam Chancen und Risiken tragen wollen. Menschen, denen Gerechtigkeit und Gleichverteilung wichtig sind.
Was erwartest Du von der Hamburger Politik?
Aufgrund der Klimakrise sind wir alle dringend aufgefordert unseren Teil für die sozial-ökologische Transformation zu leisten. Der Gröninger Hof geht mit der Umwandlung des Parkhauses in ein Wohn- und Gewerbehaus mit gutem Beispiel voran. Durch den Erhalt von Bausubstanz werden Ressourcen eingespart, nachhaltige Baumaterialien verwendet, durch Sharing-Konzepte die Mobilitätswende vorangetrieben. Nicht zuletzt wird bezahlbarer Wohnraum in der Innenstadt geschaffen. Dies sind viele Themen, mit denen sich auch die Politik beschäftigt. Meiner Meinung nach sieht die Hamburger Politik das Potential, mit dem Gröninger Hof einem Beitrag für den anstehenden gesellschaftlichen Wandel zu leisten. So wie ich es bisher verstanden habe, hat die Genossenschaft bereits vielfältige Unterstützung von der Stadt erhalten. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit weiterhin auszubauen und tatkräftige Unterstützung zu erhalten, ist mein Wunsch.
Drei Begriffe und Deine schnelle Assoziation ist gefragt. Los geht’s:
Bezahlbarer Wohnraum: für alle!
Bestand: sichern und Ressourcen sparen!
Nachhaltigkeit: ist nichts anderes als Generationengerechtigkeit!